Bestensee im Blick
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5.4.23:
Abruptes Ende einer alten Gaststätte in Pätz
Gegen 15:30 Uhr stürzte mit lautem Getöse ein Teil der alten Gaststätte
Jänicke an der Weinbergstraße in Pätz ein. Ein Großteil der Mauer lag
auf der Straße und die Feuerwehr war schnell zur Stelle, um die Straße
abzusperren. Bereits in der Nacht hörte eine Anwohnerin einen lauten
Knall, vermutlich von einem brechenden Balken.
Eine Anwohnerin hatte die Idee, den jetzt frei werdenden Platz mit
einer Einkaufsmöglichkeit zu bebauen. In Pätz gibt es derzeit nichts
dergleichen.
Brigitte Lehmann-Dreistadt wusste zu berichten, dass diese Gaststätte
bereits vor 1900 den Betrieb aufnahm und um 1920 mit einem Saal und
Lebensmittelgeschäft erweitert wurde. Besonders bei den Berlinern war
diese Ausflugsgaststätte sehr beliebt. Sie berichtete auch, dass in
jener Zeit bis zu 300 Gäste ihren Mittagstisch einnahmen, und alle 14
Tage fanden dort Veranstaltungen statt.
1958 wurde der Gaststättenbetrieb aufgegeben, das Gebäude wurde
anderweitig genutzt, stand in den letzten Jahren leer und verfiel
zusehends.
Nicht weit entfernt in der Lindenstraße steht eine weitere Gaststätte,
Lieske, die auch nicht mehr ganz frisch erscheint. Es ist der
"Lindenhof", der lt. Brigitte Lehmann-Dreistadt auch um 1900 erbaut
wurde und früher "Siegeskranz" und "Krug zum grünen Kranze" hieß.
Hoffen wir, dass diese Gaststätte, in der auch gefeiert werden kann,
noch lange erhalten bleibt.
Zum Schluss noch eine Postkarte von ca. 1930, die zeigt, dass
Kraftfahrer mit ihren Autos und vor allem mit Berliner Kennzeichen am
liebsten im Wasser geparkt hätten.
Zum Vergrößern die Vorschaubilder
bitte anklicken, dann startet eine Diaschau, die auch angehalten und
manuell vor- oder rückwärts geschaltet werden kann.
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