Bestensee im Blick
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29.6.24:
Sommerfest der Germanischen Siedlung
Traditionell luden die Mitglieder des Freilichtmuseums
Germanische Siedlung Klein Köris wieder zum Sommerfest ein.
Durch die von ihnen, vielen Helfern und Sponsoren errichteten alten
Gebäude wie Grubenhaus, Langhaus, Speicher und einer kleinen
Schmiede fühlte
man sich in eine Zeit vor ca. 2000 Jahren zurück versetzt. Die
entsprechende Kleidung der Vereinsmitglieder und von Gästen
komplettierte diese
Vorstellung.
Diesmal dominierten allerdings die Römer, die mit einer größeren
Abordnung in ihren Rüstungen zu Besuch waren und eine kleine Zeltstadt
aufgebaut hatten. Ralf Irmscher hatte 2004 mit einem Mitstreiter die
Idee, eine praktische Erinnerung an die Römerzeit wachzuhalten. So
entstand mit weiteren Gleichgesinnten und Neuzugängen im Lauf der Jahre die Idee, eine Legion XVII Albico zu gründen. Mit viel
Enthusiasmus wurden Rüstungen und Zubehör besorgt, um das Leben einer
römischen Legion in etwa nachzubilden. Großer Wert wird dabei auf die
historische Authentizität gelegt. Z. Zt. sind 24 Mitglieder mit einem
Einzugsbereich von Dresden bis in die Uckermark dabei. Neben der
Präsentation der Legionäre waren auch Stände mit zeittypischen Dingen
aufgebaut. Wer Näheres über diese Legion erfahren möchte, kann gern auf
diesen Link klicken:
https://legio-xvii-albica.de/
Wer
wissen wollte, wie
Brot gebacken wird, konnte zunächst das Anheizen der beiden
Lehmbacköfen mit Holz verfolgen. Nach längerer Zeit hatten die
Lehmwände genügend Hitze gespeichert, um den vorgeformten Brotteig in
die Öfen schieben zu können. Hatte man die Backzeit nicht
überschritten,
konnte leckeres Brot entnommen werden.
Ein Imker berichtete an einem Stand über seine Arbeit und bot Honig,
Met und andere Produkte an.
An
anderer Stelle erfuhr man, wie in jener Zeit Stoff aus Wolle, mit
natürlichen Farbstoffen
gefärbt, hergestellt wurde. Nicht weit entfernt verfolgten die
Besucher, was man aus Geweih schnitzen konnte, und wer wollte, testete
mit Pfeil und Bogen seine Zielgenauigkeit. Für die Mädchen war das
Flechten germanischer Frisuren interessant.
In einem Kräutergarten hatte man die Möglichkeit, sich anhand von
kleinen Tafeln über
die damals verwendeten Kräuter und Getreide zu informieren, und wer
Hunger
verspürte, konnte über einem Feuer zubereitete Bohnensuppe genießen.
Wer Appetit auf selbstgebackenen Kuchen und Durst hatte, konnte sich
gleich hinter dem Eingang zum Germanendorf damit versorgen.
Aber welche Beziehung besteht nun zwischen Klein Köris und Bestensee?
Unter Leitung von Michael Böhm, Archäologe und im Vorstand des Vereins,
konnte bei Ausgrabungen 2005 in der Kurzen Straße und einige Jahre
später in der Mittenwalder Straße nachgewiesen werden, dass auch auf
unserem heutigen Gebiet am Klein Bestener See Germanen lebten. Es wird
vermutet, dass sie Beziehungen zu den nicht weit entfernten Klein
Köriser Germanen pflegten.
Wer eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit unternehmen möchte,
dem kann ich nur einen Besuch der Germanischen Siedlung in Klein Köris
empfehlen. Im Internet zu sehen unter
www.germanische-siedlung-klein-koeris.de/
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bitte anklicken, dann startet eine Diaschau, die auch angehalten und
manuell vor- oder rückwärts geschaltet werden kann.
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